Feuer und Flamme

Lifestyle Feuer und Flamme

Noch sonnen wir uns im Glanz vom Advent und bald schon von Weihnachten. Spätestens ab Januar kann es in unserem Alpenraum aber ganz schön trist sein. Kein Wunder, gibt es viele Bräuche, die der dunklen, kalten Zeit mit loderndem Feuer auf den Pelz rücken ...

Mit der reinigenden Kraft des Feuers böse Geister verjagen, den Winter austreiben, damit es Frühling werden kann? Klar wissen wir längst, dass der Wechsel der Jahreszeiten nichts mit brennenden Holztürmen, Strohpuppen oder ähnlichem Zauber zu tun hat; aber so ein grosses Feuer im Freien ist immer noch faszinierend genug, um hinter dem Ofen hervorzukriechen, oder?

Vier Vorschläge für alle, die Lust auf ein etwas anderes Feuerspektakel haben:

Wenn der "Hom Strom" brennt

Am ersten Samstag im Februar wird in Scuol ein aus gedroschenem Roggenstroh hergestellter Strohmann, der Hom Strom, von den Jugendlichen des Dorfes aufgestellt, bewacht und am Abend unter Anstimmen eines traditionellen Lieds angezündet. Es hiess und heisst übrigens immer noch, aus den Flammen könne man lesen, wie die nächste Ernte ausfalle.

Licht ins Dunkel

Am ersten Fastensonntag brennen in Liestal riesige Fackeln, die sogenannten "Chienbäse": Nach dem Umzug der Trommler- und Pfeifercliquen werden um 19.15 Uhr in der Burgstrasse die Fackeln und das Holz auf zwanzig Wagen angezündet, und der Chienbäse-Umzug schlängelt sich durch die Altstadt.

Trer schibettas ...

Oder anders gesagt "Scheiben schlagen" ist ein uralter Brauch aus Graubünden, der immer am ersten Samstag nach Aschermittwoch in Danis-Tavanasa, Untervaz und Dardin stattfindet. Mithilfe eines Stocks schleudern ledige Männer beziehungsweise Buben glühende Erlenholzscheiben von den Berghängen ins Tal. Je älter die Buben, desto höher liegt ihr Scheibenplatz. Sie tragen weisse Kittel, ein rotes Halstuch und eine rote Zipfelmütze und begleiten jede Scheibe mit einem lauten Ruf, den sie ihrem Herzblatt widmen.

Lichterschwemmen

Immer am 6. März geschieht in Ermensee Magisches: Beim Eindunkeln tragen Schulkinder verschiedenste Holzboote und Flosse, auf denen Kerzen stecken, zum Dorfbach, lassen sie ab der Brüstung ins Wasser und verwandeln den Aabach in ein funkelndes Lichtermeer. Als Abschluss der Schiffsparade treiben brennende Strohballen den Bach hinunter. Mit diesem fast schon stillen Ritual will man Wasser und Winter besänftigen. Beim anschliessenden Fest, mit musikalischen Darbietungen der Dorfvereine, lassen es die Besucher dafür umso mehr krachen.

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